Erste Niederlage im Jahr 2002 für die TBS-Handballer in der Regionalliga

(Bild F. Sold) Mit 29:25 setzte es in Mülheim-Kärlich-Bassenheim beim Zweitligaabsteiger die erste Niederlage im Jahr 2002. Der Grund nach Aussagen von Tobias Stemmler und Manuel Schmidt: "Heute war unser ganzes Spiel dumm. Vorne wie hinten". Gemeint war damit, dass Patrick Selbach, "der Mann mit den schnellen Schuhen", wie ihn der Hallensprecher nannte, den TBS durch seine 7 Gegenstoßtore in Halbzeit zwei fast alleine erschoss. Zustande kamen diese Gegenstöße aber durch Abschlussfehler und Fehlpässe im Angriff. "Machst du vorne deine Dinger rein, bekommst du auch keine Gegenstöße, wie in Halbzeit eins, als Selbach nur ein Tor gelang" war die einfache Erklärung von Trainer Frank Künzer.

Trotzdem, der TBS spielte phasenweise sehr guten Handball, hatte seinen heimstarken Gegner im Griff. 8:8 nach 16 Minuten durch den starken Roman Petchourine, der am Ende bester Torschütze auf TBS-Seiten mit 9 Treffern war. Die Abwehr stand in dieser Phase. Die Gastgeber scheiterten entweder am Abwehrverband oder an Torwart Dirk Eberhard. Doch im Angriff versagte das Torholz dreimal hintereinander die deutliche Führung des TBS. Die Gastgeber überstanden diese Drangphase und gingen selbst wieder in Führung. Dennoch konnte sich der TBS zur Halbzeit mit 10:11 behaupten.. Auffallend im ganzen Spiel die Leistung der beiden Unparteiischen. Keinen Siebenmeter in Halbzeit eins, aber auch keine Verwarnungen auf Seiten des TBS. Viele Foul blieben ungahndet.

(Bild: F. Sold) In der 45. Minute war der TBS noch gut dabei. 19:18 durch den super aufgelegten Marco Recktenwald. Doch dann der Knacks des Spiels: Adrian Viman, Patrick Selbach und Zavko Guduras innerhalb von 70 Sekunden ließen die HSG Mülheim auf 23:19. Nun kam Hektik auf TBS-Seite auf, die Zuordnung fehlte, die Moral schien gebrochen. Dirk Eberhard tauschte seinen Platz im Tor des TBS mit Benjamin Bus. Als die Gastgeber auf 26:20 erhöhten schien sich ein Debakel nach knapp 52 Minuten anzudeuten. Doch Tobias Stemmler und Marco Recktenwald mit ihren Toren und die Mannschaft mit dem wieder entdeckten Kampf verhinderten  am Ende eine höhere Niederlage.

"Die Mannschaft hat über weite Strecken das Hoch im spielerischen Bereich aufrechterhalten können. Erst als überhastet  abgeschlossen wurde, konnte der Gegner sein gefürchtetste Gegenstoßspiel aufziehen. Insgesamt hat mir etwas der Kampfgeist der letzten Wochen gefehlt. Aber eine beeindruckende Serie benötigt auch viel Kraft" gab sich Trainer Frank Künzer nicht ganz unzufrieden mit Leistung seiner Mannen.