TV Vallendar gegen TBS:

Bericht Homepage Vallendar | Bericht aus der Rhein-Zeitung

SG Waldfischbach gegen Wallau II:

Hieronimus läuft zu Klasse-Form auf | Völlig neue Deckungsstärke

TSG Ober-Eschbach gegen TV Offenbach:

TV Offenbach zieht bei Regionalligadebüt den Kürzeren

VT Zweibrücken gegen HSG Mü.-Kä.-Ba:

Abwehrbollwerk stoppt den Zweitliga-Absteiger

SF Budenheim gegen HSG Haßloch/Hochdorf:

Gestern 32:19-Sieg für Handball-Spielgemeinschaft | Schüle-Sieben top in Budenheim

Bericht auf der Homepage des TV Vallendar:

Keiner der rund 250 Zuschauer wusste nach dem Schlusspfiff, ob man sich nun über einen Punktgewinn freuen sollte, oder über einen Punktverlust ärgern sollte.

Vier Minuten vor dem Ende führten die Gäste aus Saarbrücken mit 16:19. Keiner vermutete mehr ein Aufbäumen der Vallendarer Handballcracks. Doch ein Dreierschlag von Miro Dvoroznak, Andi Reckenthäler und Olli Kammann machte innerhalb von zwei Minuten die Partie erneut zu einem offenen Schlagabtausch. Nachdem Saarbrücken abermals mit 19:20 in Führung ging. Waren es Tobias Röhrig und wiederum Miro Dvoroznak, die für den TVV eine 21:20-Führung sieben Sekunden vor Schluss erzielen konnten.

Nun kam die offensive Manndeckung und das Drama nahm seinen Lauf. Die Gäste konnten nach dem Anwurf durch die Abwehrreihen des TVV spazieren, ohne das sie gezielt ein Vallendarer Spieler daran hinderte. Einzig Kammann versuchte es, doch sein Gegenspieler riss sich los und konnte Niki Schäfer auf der rechten Aussenposition bedienen, der den Ball zwei Sekunden vor der Schlusssirene ins Vallendarer Tor katapultierte.

Sieht man jedoch den kompletten Spielverlauf, so hat das Spiel eigentlich keinen Sieger verdient gehabt. Schnell führte Saarbrücken mit 0:2, 2:5, 4:8 und 7:9 zur Halbzeit. Trainer Mario Kos hat in seiner zehnminütigen Halbzeitansprache harte, und vor allem laute Töne gefunden, die die TVV-Akteure wieder "wach" werden ließ. So waren es Olli Kammann, Christoph Ohl und Andi Reckenthäler, die zur 33. Spielminute hin die erstmalige Führung für den TVV an diesem Abend erzielten.

Als jedoch Ohl & Co. wieder in eine Lethargie verfielen, konnten die Gäste bei einem doppelten Unterzahlspiel das Spiel wieder wenden. Am Ende muss man das Resümee ziehen, dass dieses Spiel keinen Sieger verdient hatte.

Rhein-Zeitung Montag, den 17.09.01

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Zum Sieg fehlt exakt eine Sekunde

Handball: TV Vallendar und TBS Saarbrücken trennen sich 21:21 (7:9) - Trainer Kos beklagt Anzahl der technischen Fehler

Erstes Spiel, erster Punkt: Zum Auftakt der Saison 2001/2002 kam Regionalliga-Rückkehrer TV Vallendar am Samstagabend in eigener Halle zu einem 21:21 (7:9) gegen den TBS Saarbrücken.

Von Edgar Benz

VALLENDAR. Aus Fehlern wird man klug. Wenn das Sprichwort auch im Handball gilt, dann gehören der TV Vallendar und der TBS Saarbrücken am Ende der Saison vielleicht zu den schlauesten Mannschaften der Regionalliga Südwest. Denn was beide Teams im Auftaktspiel der Saison 2001/2002 an Fehlern produzierten, das rief nicht nur bei den rund 150 Zuschauern ein Kopfschütteln hervor.

"Wir machen zu viele technische Fehler, keiner hat heute gegeben, was er kann", stand TVV-Trainer Mario Kos nach dem 21:21 die Enttäuschung im Gesicht geschrieben. "Wir sind sehr leicht ins Spiel gekommen, zu leicht. Nach 20 Minuten hat es dann einen Bruch in unserem Spiel gegeben", lautete Frank Künsters Analyse. Der Saarbrücker Coach konnte der Leistung seines Teams zwar ebenfalls nicht viel Positives abgewinnen, war aber - im Gegensatz zu Kos - mit dem Gewinn eines Punkts zufrieden.

Was sich aus der Dramaturgie des Spiels ergab, denn nachdem der TV Vallendar nach einer Viertelstunde bereits auf der Verliererstraße schien (3:7) und sich mit Mühe in die Pause gerettet hatte (7:9), wachten die Männer um Christoph Ohl in Spielabschnitt zwei endlich auf (11:10, 15:15), resignierten auch nach einem erneuten Rückstand (16:19) nicht und führten genau eine Sekunden vor der Schluss-Sirene mit 21:20. Dass Niki Schäfer dann einen abgeprallten Ball zum gerechten 21:21 im Tor des TV Vallendar unterbrachte, ärgerte Mario Kos besonders: "So etwas ist uns schon in der Vorbereitung passiert. Einige haben offenbar Angst vor sich selbst oder Angst zu gewinnen."

Dabei mussten die Gäste aus St. Johann in der Schlussphase auf ihren "Kopf" Roman Petchourine verzichten, dessen Fußverletzung Frank Künzer doppeldeutig als "einen Knacks in unserem Spiel" bezeichnete. Schwerer wog indes, dass den Gastgebern zu viele Fangfehler unterliefen und Tore trotz angezeigten Zeitspiels kassiert wurden. Zudem war Zwei-Meter-Mann Dirk Eberhardt im Saarbrücker Tor mit hohen Würfen kaum zu bezwingen. Erstaunlich hoch auch die Zahl der Zeitstrafen: Acht Mal traf es den TVV, sogar neun Mal die Gäste.

"Taktisch haben sie sehr geschickt gespielt", bescheinigte Frank Künzer dem TV Vallendar. Ein Lob an die junge Mannschaft, das Mario Kos vielleicht etwas optimistischer stimmt. "Wir haben zwar aus den Fehlern der ersten Halbzeit gelernt, aber bald haben wir keine Zeit mehr zum Lernen", fürchtet er. Aus Fehlern möglichst schnell klug zu werden, dürfte seine Devise lauten. Verbunden mit der Hoffnung, das es irgendwann einmal ohne Fehler geht.

Vallendar: Dallibor - Fischer (2), Dvoroznak (7/3), Ohl (4), Reckenthäler (2), Röhrig (1), Stemann, Kammann (5), Hanisch.

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Hieronimus läuft zu Klasse-Form auf

HANDBALL: Waldfischbach mit starkem Torhüter 27:17 gegen SG Wallau II

WALDFISCHBACH/RUCHHEIM (thc). 0:3, jeder "Schuss" ein Treffer. Nach der Schweigeminute hellte sich die Gemütsverfassung von Wallau-Massenheims Trainer Jörg Schulze schnell auf. Zumal sein Keeper Matthias Beer im ersten Spiel der Handball-Regionalliga hielt wie ein Weltmeister (sechs Paraden in den ersten Minuten). Nach 60 Minuten schlichen Schulze und seine Spieler mit gesenkten Köpfen vom Feld, verabschiedeten die Fans der SG Waldfischbach ihre Spieler mit stehenden Ovationen. Die SGW hatte einen 27:17 (13:10)-Kantersieg eingefahren.

Während Beer zunächst Ball um Ball und zwei Siebenmeter meisterte, ging beim Waldfischbacher Keeper zunächst noch gar nichts. "Die ersten 20 Minuten habe ich neben dem Tor gestanden, da war ich zu aufgeregt", bekannte Peter Hieronimus. Die SGW kam trotzdem heran, weil die Gäste bis zur 18. Minute fünf Zeitstrafen quittierten. Waldfischbachs Trainer Thomas Müller öffnete seine Abwehr, was Wallau nicht schmeckte. In der 19. Minute erzielte Arnar Geirsson das 9:8.

Müller war schon am Überlegen, Hieronimus auszuwechseln. Prompt steigerte der sich zu einem der Besten. Direkt nach der Pause warfen Fadil Jusufbegovic (stark auf rechts außen) und Michael Zeimet eine 15:10-Führung heraus. Davon erholten die Gäste sich nicht mehr. Geirsson, der auf halb rechts begonnen hatte und nach zwei Zeitstrafen nur noch im Angriff spielte, tauchte nun auf allen Rückraumpositionen auf, Spielmacher Jens Rheinhardt traf vom Kreis, hinten hielt Hieronimus weitere acht Bälle, bis er nach dem 23:15 (54.) für Axel Johann Platz machte. Nicht nervös geworden, in der zweiten Halbzeit noch aggressiver gedeckt, Hieronimus immer besser, das waren für Trainer Müller die Faktoren zu einem so nicht erwarteten Auftaktsieg. Bester Wallauer Schütze war Deger (8/1).
Erster Spitzenreiter ist allerdings die HSG Haßloch-Hochdorf. "Für mich ein Abstiegskandidat", sagte HSG-Abteilungsleiter Egbert Best nach dem 32:19-Sieg über Gastgeber SF Budenheim. Keeper Markus Penn hielt gut und machte das Spiel schnell. Nach dem 5:9 markierte die HSG elf Tore in Folge bis zum 5:20 (31.). Aufsteiger VT Zweibrücken begann die Runde mit einem 26:19- Sieg gegen die HSG Mülheim-Kärlich-Bassenheim. "Ich bin überglücklich, meine Mannschaft hat alle Anweisungen zu hundert Prozent erfüllte", strahlte VTZ-Coach Murat Pohara. "Einige meiner Leistungsträger haben wohl die Zweite Bundesliga noch nicht aus dem Kopf", meinte Gegenüber Häring. Die VTZ warf vier Tore in Folge zum 9:3 (21.). Nachdem es beim 15:13 und 17:15 eng geworden war, trafen Neuzugang Mirko Schwarz und Ingmar Steiger.
Der zweite Aufsteiger TV Offenbach zog bei der TSG Ober-Eschbach mit 15:24 (7:15) den Kürzeren (über 3:4, 3:7, 7:12). "Ein Lehrstück, auf das wir verzichten können", sprach TVO-Coach Wolfgang Heckmann ein "überhartes" Spiel der Gastgeber an. Vier seiner Spieler hätten Nasenverletzungen erlitten. Zwar gab es direkte rote Karten für zwei Ober-Eschbacher, aber da hatten sie dem TVO den Schneid schon abgekauft.
21:17 für den TV Nußdorf in Ruchheim endete das erste Pfalzderby in der Frauen-Regionalliga. Iliana Stoiloff, Neuzugang Suzanne Stock und Anja Knecht im Abwehrzentrum, Jutta Funk vorgezogen, das lief ganz gut bei den Ruchheimerinnen, damit hatten sie den Nußdorfer Rückraum fast unter Kontrolle. Nur TVN-Linksaußen Tina Roth (8/3) bekamen die Gastgeberinnen nicht in den Griff. "Wir haben in der ersten Halbzeit viele technische Fehler gemacht", monierte Ruchheims Trainer Wolfgang Simon. So konnte Nußdorf nach dem 5:5 drei Tore in Folge markieren. Diesem Rückstand lief Ruchheim immer hinterher.

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 17. Sep , 03:45 Uhr

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HANDBALL: TV Offenbach zieht bei Regionalligadebüt den Kürzeren

OFFENBACH (nhk). Aufsteiger TV Offenbach begann die Meisterschaft in der Handball-Regionalliga mit einer 15:24-Niederlage bei der TSG Ober-Eschbach. - "Vor der Pause fand meine Mannschaft überhaupt nicht zum Spiel," sagte TVO-Trainer Wolfgang Heckmann zum 7:15-Rückstand (über 3:3, 3:8).

Mit vielen unüberlegten Aktionen und wenig organisierten Angriffen machte es sich der TVO gegen einen körperlich überlegenen Gegner selbst schwer. Nach dem Wechsel hatte sich Offenbach besser auf den Gegner eingestellt und konnte die Begegnung ausgeglichen gestalten.
Heckmann sprach von einem überharten Spiel mit 17 Zeitstrafen (TVO: 9) und drei roten Karten. Zwei Spieler der Hausherren bekamen wegen groben Foulspiels direkt die rote Karte. Von neun Siebenmetern konnte Offenbach nur sechs verwandeln.

Das Fazit des TVO-Trainers: "Vor der Pause das erwartete Lehrspiel mit einem überlegenen Gegner. Nach dem Wechsel ein ausgeglichenes, doch zerfahrenes Spiel. Nie konnte meine Mannschaft ihr spielerisches Können in die Praxis umsetzen."
Volker Herle war mit fünf Treffern erfolgreichster Schütze der Südpfälzer. Der Ober-Eschbacher Rene Scheu konnte acht Tore erzielen.

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Dienstag, 18. Sep , 03:45 Uhr

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Abwehrbollwerk stoppt den Zweitliga-Absteiger

HANDBALL-REGIONALLIGA: VTZ siegt mit 26:19

ZWEIBRÜCKEN. Ungläubige Blicke der Zuschauer zur Anzeigetafel, aber da stand es gelb auf schwarz: Nach einer beeindruckenden Leistung hatte am Samstagabend Neu-Regionalligist VT Zweibrücken in der Westpfalzhalle den Zweitliga-Absteiger HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim mit 26:19 (13:8) besiegt.

"Einige meiner Leistungsträger haben wohl die zweite Liga noch nicht ganz abgehakt. So ist das eingetreten, was ich befürchtet habe. Gratulation an die VTZ, der Sieg war auch in der Höhe verdient", zollte der Trainer der HSG, Hermann Josef Häring, dem Gastgeber nach dem Schlusspfiff ein dickes Lob. "Ich bin überglücklich, dass wir gewonnen haben. Zufrieden bin ich vor allem mit unserer Abwehrleistung", meinte der Trainer der VT Zweibrücken, Murat Pohara.

Keine Frage: Die gute Abwehr vor einem glänzend aufgelegten Torwart Stephan Heinrich war der Sieggarant für die VTZ. Der zweitligaerfahrene Rückraum der Rheinländer kam vor allem am vorgezogenen Ibrahim Mukladzija und den beiden Halbspielern Miodrag Jelicic und Lucian Fielk einfach nicht vorbei. Und Heinrich im VTZ-Tor nagelte seine Kiste praktisch zu - 17 Paraden zeigte der Keeper und hielt dazu auch noch vier Siebenmeter.
Im Angriff spielte vor allem ein VTZ-Akteur brillant und befreit auf: Lucian Fielk scheint mit seiner Einbürgerung Anfang September ein Stein vom Herzen gefallen zu sein. Der Rückraumspieler traf fast nach Belieben ins Tor der HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim, erzielte fünf seiner insgesamt neun Treffer in Hälfte eins. Von Beginn an zog die VTZ davon, begeisterte die Zuschauer mit dynamischen Handball und ihren Trainer mit disziplinierter Abwehrarbeit. Höhepunkt eine tollen ersten Halbzeit: Mit dem Schlusspfiff verwandelte Florin Puiulet auf Linksaußen einen Kempa-Trick zum 13:8.
In der zweiten Hälfte legte die VTZ bis zum 15:10 (34.) vor, danach wurde es aber noch einmal eng. Die Rheinländer waren beim 17:15 (41.) am Drücker. "Die VTZ hat uns da einige Geschenke gemacht, aber wir haben sie artig zurückgewiesen", spielte HSG-Coach Häring darauf an, dass seine Akteure einige technische Fehler der Gastgeber nicht ausnutzen konnten. VTZ-Neuzugang Jelicic traf danach vom Kreis zum 18:15, und ab da war die Sache gelaufen. Auch die angeordneten doppelte Manndeckung gegen Fielk und Mirko Schwarz nützte nichts mehr, so dass die VTZ am Ende nochmal zulegen konnte. (sai)
So spielten sie
VT Zweibrücken: Heinrich, Becker (bei einem 7m) - Mukladzija 6, Puiulet 1, Fielk 9/4 - Wenzel 1, Gros 2 - Jelicic 3 - Schwarz 3, Steiger 1.
HSG Mülheim-Kärlich-Bassenheim: Adams, Arenz (ab 30.) - Viman 4/2, Bjarnnason 4/1, Guduras 4 - Schmitt 1, Selbach 3 - Maric - Eberlein 3, Zerwas, Sauer.
Spielverlauf: 5:2 (12.), 9:4 (22.), 13:8 (Hz.), 15:10 (34.), 17:15 (41.), 22:17 (49.), 26:19 (60.); Beste Spieler: Heinrich, Mukladzija, Fielk - Bjarnnason; Strafminuten: 2:6; Schiedsrichter: Knapp/Puchinger (Weinheim/Fürth); Zuschauer: 400.

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 17. Sep , 03:45 Uhr

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Völlig neue Deckungsstärke

HANDBALL-REGIONALLIGA:27:17-Sieg der SGW gegen Wallau-Massenheim II

WALDFISCHBACH. Mit einem in dieser Höhe von niemand für möglich gehaltenen 27:17 (13:10)-Erfolg über die SG Wallau-Massenheim II startete das neu formierte Team des Handball-Regionalligisten SG Waldfischbach in die Runde. Vor allem kämpferisch bot die SGW eine herausragende Leistung.

Stilvoll wurden den 320 Zuschauern - darunter auch das wegen seines Verbandsliga-Aufstiegs eingeladene Volleyballteam der SGW - alle Spieler und der neue Trainer Thomas Müller vor dem Anwurf einzeln vorgestellt. Die Bruchwiesenhalle war abgedunkelt, ein Spot leuchtete auf den jeweiligen Spieler, und Hallensprecher Martin Ruster nannte Name, Alter, Beruf und bisherigen Verein. Es war kein normales Spiel, nicht nur wegen der Frage, was die gute Vorbereitung im ersten Rundenspiel wert sein würde. Die Gedenkminute nach dem Anpfiff, bei der in der Halle absolute Stille herrschte, zeigte, dass die Anschläge in den USA auch den Handballsport überschatten.

In den folgenden 60 Minuten wurde die Heimmannschaft von den Fans aber so konsequent wie schon lange nicht mehr unterstützt. "Das war klasse", freute sich Torwart Thomas Singer, der von der Jugend an das SGW-Trikot trägt.
Während Jochen Grill, Steffen Ecker und Arnar Geirsson zunächst gute Möglichkeiten vergaben, lief es bei den Gästen von Beginn an glänzend. Gestützt auf einen in der ersten Halbzeit großartig haltenden Matthias Beer im Tor, der die Würfe der SGW-Spieler reihenweise entschärfte, zwei Siebenmeter von Fadil Jusufbegovic und Michael Zeimet hielt, führte Wallau nach sechs Minuten mit 3:0. Waldfischbachs Abwehr fand zunächst kein Mittel gegen den mit acht Treffern erfolgreichsten Wallauer Rückraumschützen Florian Degen, Torwart Peter Hieronimus hielt in den Anfangsminuten keinen Ball. Axel Johann machte sich bereits warm, um Hieronimus abzulösen. Doch kurz bevor es soweit gewesen wäre, hielt Routinier Hieronimus zwei Bälle - und der Trainer sah von einem Wechsel ab. Hieronimus steigerte sich in der Folge mit der Mannschaft.
Das erste Regionalligator in dieser Runde für die SGW warf der aus Meisenheim gekommene Jochen Grill nach sechs Minuten. Dass die Wallauer in ihrer starken Anfangsphase nicht zu weit davonzogen, daran hatte zunächst Steffen Ecker maßgeblichen Anteil. Der aus Landstuhl zurückgekehrte Linksaußen nutzte nicht nur den Tempogegenstoß zum 2:3 und markierte das 5:7, sondern war auch als Vorbereiter wichtig. Dass die Ex-Landstuhler Ecker, Zeimet und Rheinhardt harmonieren, wurde mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher. Aber auch Thomas Sauer, der kurz vor der Halbzeit die Linksuaßenposition übernahm, passte nahtlos in das spielerische Gefüge, nutzte die schönen Anspiele zu Klasse-Toren wie dem 13:10 15 Sekunden vor dem Pausenpfiff.
Vor allem in der Abwehr hatte sich die SGW gesteigert. Arnar Geirsson warf die erste Führung heraus (9:8/ 21.). Nach einer Zwei-Minuten-Strafe war er von der Bank gekommen, nahm das Anspiel auf und setzte sich, wie noch einige Male im Spielverlauf, halbrechts durch. Weil Geirsson früh mit zwei Zwei-Minuten-Strafen belegt war, verteidigte für ihn Guido Pfeiffer, und der bewies seine kämpferischen Qualitäten mit dem Tor zum 12:10. Nachdem er in der Abwehr aufgepasst hatte, vollendete er er den Tempogegenstoß selbst.
Die SGW knüpfte in Halbzeit zwei nahtlos an die letzten Minuten der ersten Hälfte an, während bei Wallau nicht mehr viel zusammenlief. Michael Zeimet, stark am Kreis und top in der Abwehr, lieferte seine Einstandstore ab. Grill, der auf halblinks ein paar Probleme gehabt hatte, übernahm die Mitteposition. Dadurch wurde Rheinhardt beweglicher, was er zu wichtigen Toren nutzte. "Unsere aggressivere 3-2-1-Deckung war entscheidend für den Sieg", meinte Müller. 17:11 stand es nach 40 Minuten und angesichts völlig neuer Deckungsqualitäten im SGW-Spiel bestand ab diesem Zeitpunkt kein Zweifel mehr, dass das der Sieg war. "An den zehn Toren habe ich schon zu knabbern, zumal wir eine gute Vorbereitung gespielt haben", stellte Wallaus Trainer Jörg Schulze nach dem Spiel fest. "Wir haben gesehen, dass es funktioniert, wenn einer für den anderen kämpft und rennt", stellte Neuzugang Jens Rheinhardt nach seinem ersten Ligaspiel im SGW-Trikot fest.
So spielten sie
SG Waldfischbach: Hieronimus (54. Johann) - Geirsson (4), Rheinhardt (2), Grill (1) - Jusufbegovic (8/5), Zeimet (4), Ecker (4) - Baier, Sauer (2), Pfeiffer (2).
Beste Spieler: Zeimet, Ecker - Degen, Beer. Zeitstrafen: 9 - 9. Zuschauer: 320. Schiedsrichter: Gill/Collet (HV Saar).

Von unserer Mitarbeiterin: Andrea Daum

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 17. Sep , 03:45 Uhr

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Furioser Start in Budenheim HANDBALL: Gestern 32:19-Sieg für Handball-Spielgemeinschaft

HASSLOCH. Beim Saisonstart der HandballRegionalliga erwischte die HSG Haßloch-Hochdorf am gestrigen Sonntagvormittag beim SF Budenheim einen Traumstart. Mit einem 32:19 (19:5) fegte das Team von Richard Schüle die Gastgeber geradezu aus ihrer heimischen Waldsporthalle.

"Jede Serie geht einmal zu Ende", hatte Schüle vor der Begegnung prophezeit, nachdem in den vergangenen Jahren stets die SF Budenheim als Heimsieger die Halle verlassen hatte. "Unsere Mannschaft war hoch motiviert, agierte sehr konzentriert, und ehe die Budenheimer sich versahen, hatten sie das Spiel bereits verloren", kommentierte HSG-Leiter Egbert Best das Geschehen. Entsprechend zufrieden seien am Ende Anhang und Spieler gewesen, und auch der Coach habe seine beste "Strahle-Miene" aufgesetzt.
Dabei hatte Schüle vor der Begegnung etwas Bauchweh, denn noch immer ist Steffen Zimmer verletzt und Rüdiger Benz weilt in den USA. Außerdem waren Michael Pfeil und Kai Christmann durch Verletzung leicht behindert. Den Grundstein zum Erfolg legte, laut Best, Markus Penn im Tor der HSG, der in der Anfangsphase "praktisch alles gehalten" habe. Das daraus resultierende "schnelle Spiel von hinten heraus" habe die Gastgeber vor eine unlösbare Aufgabe gestellt. Hätte man nicht zwei Strafwürfe an den Pfosten gesetzt, das Debakel für Budenheim wäre noch schlimmer ausgegangen.
In der elften Minute lag die HSG bereits mit 7:2 in Front und markierte nach dem 9:5 (17.) zehn Treffer in Folge. Erst als der Sieg für die Gäste praktisch mit dem 29:11 (46.) sicher war, ließen sie die Zügel etwas schleifen. (ds)
HSG Hassloch/Hochd.
Joachim Thiel (TW), Markus Penn (TW), Oliver Staffort (5), Michael Pfeil (7), Kim Höger (6/5), Leo Vuletic (3), Sven Birgmeier (3), Kai Christmann (5/1), Peter Bohunicky (1), Ralf Schmitt (2), Gerald Schalter, Markus Julier.

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 17. Sep , 03:45 Uhr

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HSG legt Traumstart hin

HANDBALL: Schüle-Sieben top in Budenheim

HOCHDORF-ASSENHEIM. Die Handballer des Regionalligisten HSG Haßloch-Hochdorf legten beim gestrigen Saisonauftakt einen Traumstart hin. Beim bisherigen Angstgegner SF Budenheim landete die Schüle-Sieben einen 32:19 (19:5)-Kantersieg.

"Für mich ist das eine Überraschung, vor allem in dieser Höhe", bekannte HSG-Trainer Richard Schüle nach dem tollen Sturmlauf seiner Sieben. Auf die frühe Spielzeit um 11 Uhr vormittags hatte er sein Team indes bestens vorbereitet. Treffpunkt war gestern morgen um 6.45 Uhr, nach einigen Runden Waldlauf und gemeinsamem Frühstück waren die HSG-Spieler von Beginn an hellwach und übernahmen sofort die Initiative. Den Grundstein für den unerwartet klaren Erfolg legte Haßloch-Hochdorf in der Abwehr und mit einem gut aufgelegten Keeper Markus Penn, der in der 50. Minute von Joachim Thiel abgelöst wurde. "Wir waren in der Defensive so gestanden, wir es besprochen und trainiert haben", lobte der Coach die taktische Disziplin seiner Schützlinge. Immer wieder war die HSG mit der ersten und zweiten Welle erfolgreich. Das Konterspiel lief wie am Schnürchen. "In der ersten Halbzeit hatten wir eine fast 90-prozentige Ausbeute", freute sich Schüle über die hohe Trefferquote. Beim Halbzeitstand von 19:5 war die Partie gelaufen. Im Angriff dominierte der HSG-Rückraum mit Kai Christmann, Leonard Vuletic und Michael Pfeil, auch die Außen Oliver Staffort und Sven Birgmeier konnten sich immer wieder durchsetzen.
Die Tore für die HSG erzielten: Pfeil (7), Höger (6/6), Staffort (5), Christmann (5/1), Birgmeier, Vuletic (je 3), Schmitt (2), Bohunicky (1). (gai)

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 17. Sep , 03:45 Uhr

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