Archiv der Regionalsplitter

Hier gibt es alles dass, was mal auf der Homepage zu lesen war:

Karl- Ludwig Gaydul neuer Trainer in Groß-Bieberau

Landstuhl schöpft neue Hoffnung

Neues aus Nieder-Olm

Ober-Eschbach mit Neuverpflichtung und Szuzucki verlässt Gelnhausen

Landstuhl beurlaubt Trainer Röhrig

Trainer von Groß/Bieberau kündigt seinen Vertrag

Malone in Verhandlungen mit Waldfischbach

Völklingen trennt sich von Jürgen Bachmeyer!

Kader der SG Waldfischbach nimmt Konturen an

Auch Planungen von Haßloch/Hochdorf vor dem Abschluss

In Landstuhl gehen langsam die Lichter aus

Ab 1.6. neuer Trainer in Münster

Relegationsspiele für die Regionalliga

Aus für Landstuhl, Rajic geht zurück in die Heimat

Saarlouis verliert Saar-Derby (Bericht SZ)

Saarlouis gewinnt knapp Saarland-Pokal (Bericht SZ)

Völklingen kämpft gegen den Abstieg (Bericht SZ)

Neuverpflichtungen bei der SG Waldfischbach [6.5.01]

Dirk Mathis wechselt zu Saarlouis | Jörg Kaiser gestritt sein letztes Spiel für Saarlouis | VT Zweibrücken aufgestiegen [14.5.01]

HGS: Hochspannung vor dem Abstiegs-Duell

Handball-Regionalligist HG Saarlouis kann auf eine turbulente Saison zurückblicken - Fantastischer Schluss-Spurt

Die HG Saarlouis spielt auch kommende Saison in der Handball-Regionalliga - 21:15-Sieg im "Endspiel" gegen Groß-Umstadt

Karl- Ludwig Gaydul neuer Trainer in Groß-Bieberau

Handball-Regionalligist TGG Groß-Bieberau hat den neuen Trainer vorgestellt. Es ist der 41-jährige bisherige Assistent von Hein, Karl-Ludwig Gaydul.

Der ehemalige Bundesligaspieler, der unter anderem in Hüttenberg, Dankersen und Großwaldstadt spielte hat einen Vertrag bis zum 30-06-2002 unterschrieben.

Gaydul war auch schon Trainer in Reinheim und Asbach/Modau und soll Groß-Bieberau noch weiter nach vorne bringen.

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Landstuhl schöpft neue Hoffnung

Der Tabellenletzte der Regionalliga, TuS Landstuhl hat den Abstiegskampf noch nicht aufgegeben und will in den nächsten Heimspielen gegen Wallau/Massenheim und Groß-Umstadt angreifen. Der neue Trainer Hartwig Rheinhardt sieht noch eine realistischen Chance zu Klassenerhalt, wenn diese beiden Spiele gewonnen werden.

Nach dem Trainerwechsel sei neue Motivation in die Mannschaft gekommen und alle Spielen zögen an einem Strang. Mit Kameradschaft und Kooperationsverhalten sei alles im Sport möglich.

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Nieder-Olm:

Nach dem klaren Sieg im Kellerduell gegen die HSG Völklingen gab der Trainer der Nieder-Olmer Rainer Sommer seine Vertragsverlängerung bekannt. In dieser Mannschaft stecke Potential, da lohne es sich noch ein weiteres Jahr dranzuhängen.

Der erste Neuzugang wurde dann auch schon präsentiert. Es ist der Rückraumspieler Manuel Pfaff von Osthofen. Den Verein erden Florian Valentin (FV Budenheim), Kai Schenkel (Trainer TV Alzey) und Michael Rink (TuS Dotzheim) mit Sicherheit verlassen.

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Obereschbach und Gelnhausen:

Die TSG Ober/Eschbach hat in der Winterpause mit dem 37-jährigen Thomas Jäth einen dritten Torhüter verpflichtet. Er hat dort einen Vertrag bis zum 30.06.02 unterschrieben. Der Spieler kam vom TV Petterweil.

Lukasz Szusucki hat mit sorfortiger Wirkung den TV Gelnhausen verlassen und geht nun für die HG Erlangen in der 2. Bundesliga auf Torejagd. Der 15-facher polnische Nationalspieler konnte sich in Gelnhausen nicht durchsetzen und fühlte sich am Ende dort sehr unwohl.

Kurt am Ball, Bericht Kurt Grünewald

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Trainer von Groß/Bieberau kündigt seinen Vertrag!

Thomas Hein ist nicht mehr Trainer des Regionalligisten TSG Groß/Bieberau. Der Trainer kündigte überraschend vor dem Spiel gegen Wallau/Massenheim seinen Vertrag fristlos. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Groß/Bieberau wollte in dieser Saison um die Meisterschaft mitspielen, befindet sich aber zur Zeit nur im vorderen Mittelfeld und hat bereits 9 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Obernburg, der am Wochenende beim TBS Saarbrücken gastiert.

Kurt am Ball, Bericht Kurt Grünewald

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Landstuhl beurlaubt Martin Röhrig!

Martin Röhrig ist am Montagabend beurlaubt worden. Dies gab der erste Vorsitzende Jürgen Pfletschinger heute morgen gegenüber der Presse bekannt.

Bis auf weiteres wird Co-Trainer Hartwig Rheinhardt das Training übernehmen.

"Wir suchen einen neuen Trainer und einen Rückraumspieler, vielleicht können wir den Abstieg noch verhindern", so der 1. Vorsitzende.

Man sei an einem Punkt angelangt, wo gehandelt werden müsse.

" Schlechter geht es nicht mehr, die Mannschaft hat sich aufgegeben, da kam nichts mehr vom Trainer", so der erste Vorsitzende Pfletschinger in seiner Analyse.

Landstuhl ist zur Zeit mit 5 Punkten Tabellenletzter und fünf Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt.

Schon in der Vorrunde gab es Reibereien um Röhrig. So kritisierte der Spieler Alles in den Trainer in der Öffentlichkeit und warf ihm fehlende Taktik und eine falsche Aufstellung im Spiel vor.

Kurt am Ball, Bericht Kurt Grünewald

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Malone in Verhandlungen mit Waldfischbach!

Der 19-jährige Jugendnationalspieler Marc Malone steht in intensiven Verhandlungen mit der SG Waldfischbach. Dies bestätigte der Abteilungsleiter der SG Waldfischbach Schmidt.

Entschieden sei jedoch noch nichts. Ausgelotet werden solle noch, ob Malone, wie Fetser in der kommenden Saison in Großwaldstadt mittrainieren kann. Ein Doppelspielrecht schloss Schmidt bei einem eventuellen Wechsel aber aus. Sicher scheint zu sein, dass Malone auf gar keinen Fall in der neuen Runde beim TVA Saarbrücken spielen wird, wo er für diese Runde noch eine Doppelspielberechtigung besitzt.

Schon in der letzten Woche unterschrieb der 23-jährige Rückraumspieler Jens Rheinhardt von Landstuhl einen 2-Jahresvertrag in Waldfischbach.

Zudem bekundete Dansenberg an einigen Spielern aus Landstuhl Interesse, falls Landstuhl in die Oberliga absteigen sollte.

Kurt am Ball, Bericht Kurt Grünewald

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Völklingen trennt sich von Jürgen Bachmeyer!

Der stark abstiegsbedrohte Regionalligist HSG Völklingen hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Jürgen Bachmeyer getrennt. Diese Entscheidung fiel am späten Mittwochabend auf einer Vorstandssitzung.

Damit ist Bachmeyer das Opfer der anhaltenden Talfahrt der Völklinger geworden. Nach der deprimierenden Niederlage im "Abstiegsduell" in Nieder-Olm war dieser Schritt erwartet worden. Der 48-jährige Bachmeyer trainierte Völklingen knapp 5 Jahre und konnte einige Erfolge mit der Mannschaft vorweisen. Doch spätestens seit der letzten Saison häuften sich die Differenzen in Völklingen. Fast eine ganze Mannschaft verließ zu Beginn der Runde die Völklinger, da die Chemie zwischen Bachmeyer und den Spielern nicht mehr stimmte. Der Vorstand stand damals geschlossen hinter dem Trainer und gab stattdessen den unzufriedenen Spielern den "Laufpass".

Der Trainer konnte sich vor der Saison seine neue Mannschaft zusammenstellen. Mit Marco Recktenwald, Martin Rockay, Frank Nomine, Daniel Sinnwell, Patrick Garratoni und Wolfgang Chwalek wurden 6 neue Spieler verpflichtet und ein einstelliger Tabellenplatz als Vorgabe vom Vorstand ausgegeben. "Wir sind mit diesen neuen Spielern deutlich stärker, als in dem Vorjahr", so damals der Mannschaftsverantwortliche Karl-Heinz Junkes. Doch es ging in der Vorrunde bergab. Mit Thomas Dell, Mladen Lazarevick und dem Abwehrchef der SG Holz/Lummerschied wurde in der Runde nochmals 3 neue Spieler unter Vertrag genommen. Doch es blieb beim Abwärtstrend. Mit der Niederlage in Nieder-Olm ist der Tiefpunkt offensichtlich erreicht worden. Bei noch 10 ausstehenden Spielen hat Völklingen fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Bereits in der Winterpause verhandelte der Völklinger Verein mit Berthold Kreuser, um ihn für die neue Runde engagieren zu können. Kreuser entschied sich damals gegen Völklingen und für Saarlouis, da "dort die sportlichen Perspektiven mit einer jungen Mannschaft besser" seien.

In den letzten Wochen wurde die Kritik an Bachmeyer immer stärker. Völklingen geht schweren Zeiten entgegen und steht vor einem erneuten Neuaufbau. Einige Leistungsträger haben schon erkärt den Verein auf jeden Fall nach der Saison verlassen zu wollen und auch im Vorstand stehen Umstrukturierungen an.

Den "Karren aus dem Dreck" soll nun der Kapitän Dirk Mathis als Trainer und der 1. Vorsitzende Uwe Kunkel als Team-Chef ziehen. Eine nicht einfache Aufgabe vor diesem Hintergrund. Der Traditionsverein HSG Völklingen steht vor dem Scheideweg.

Kurt am Ball, Bericht Kurt Grünewald

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SG Waldfischbach:

Der Kader für die kommende Saison nimmt Konturen an: Waldfischbachverpflichtet Bostjan Hribar (22) vom slowenischen Erstligisten RK Trimo Trebnje für 2 Jahre. Weiter wurde ein neuer Torwart, Axel Johann vom VTV Mundenheim verpflichtet. DieVerträge mit Arnar Geirsson und Fadil Jusufbegovic (um 2 Jahre) wurden verlängert. Ebenso haben Torwart Hieronimus und Linksaußen Sauer um 1 Jahr verlängert.

Jens Rheinhardt wechselt von Landstuhl zur SG Waldfischbach. Dran ist man auch noch an Marc Malone von Landstuhl. Verlassen wird den Verein Stefan Gremm Richtung Wörrstadt.

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(Bericht Frank Sold)

HSG Hassloch/Hochdorf:

Auch in Hassloch/Hochdorf gehen die Planungen voran: "Alle Verträge verlängert, keine Abgänge", teilte Trainer Schüle der Rheinpfalz-Zeitung mit. Wichtig war, dass Leo Vuletic einen neuen 2-Jahres-Vertrag bekam und Keeper Joachim Thiel weitermacht.

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(Bericht Frank Sold)

TuS Landstuhl:

In Landstuhl gehen langsam die Lichter aus. "Fakt ist, dass wir keinen bezahlten Sport mehr spielen werden", teilte TuS-Vorsitzender Jürgen Pfletschinger der Rheinpfalz-Zeitung mit. Die Landstuhler spielen seither "Handball aus Spaß", so TuS Trainer Hartwig Rheinhardt. Seither wurden 3 Punkte eingefahren!

Im Spiel gegen Saarlouis wurde Dirk Alles vorzeitig zum Duschen geschickt. Besonders bitter: mit Ausschluss. "Damit ist die Saison und natürlich auch die Karriere von Dirk beendet", so der Kommentar des Coachs nach dem Spiel.

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(Bericht Frank Sold)

TSG Münster:

Ab 1.6.2001 wird Alexander Adamski das Traineramt der 1. Mannschaft übernehmen.

(Bericht Frank Sold)

Aufstiegsrunde zur Regionalliga:

Ab dem 21.4. finden die Aufstiegsspiele zur Regionalliga statt. Für das Saarland tritt der Oberligameister VT Zweibrücken an. Pfalzmeister wird der TV Offenbach sein. Hessen wird durch den HSC Landwehrhagen, Rheinhessen durch die HSG Rhein-Nahe und Thüringen durch die SG BW Goldbach/Hochheim vertreten.

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(Bericht Frank Sold)

Aus für Landstuhl

Nun ist es endgültig! Landstuhl wird sich mit Ende der Saison und dem Abstieg vom bezahlten Handball verabschieden. Domagoj Rajic, noch vor kurzem in einer Blitzaktion zur Vermeidung des Abstiegs verpflichtet, verlässt bereits 5 Spieltag vor Saisonende die Landstuhler. Er kehrt wieder nach Kroatien zurück. Ein schmerzlicher Verlust, warf er doch im letzten Spiel gegen Budenheim 8 Tore.

(Bericht Frank Sold)

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Niederlage mit Konsequenzen

Rückschlag für Saarlouiser Handballer durch Punkt-Verlust gegen Saarbrücken - Was wird aus der zweiten Riege?

Dunkle Wolken am Saarlouiser Handballhimmel: Die HGS kassierte einen 22:25 Dämpfer beim TBS Saarbrücken. Die Hoffnungen im Abstiegskampf in der Handball-Regionalliga schwinden.

Ein rabenschwarzes Wochenende liegt hinter der Handballgemeinschaft Saarlouis. Die 1. Mannschaft verlor im wichtigen Regionalliga-Derby beim TBS Saarbrücken mit 22:25. Leichte Fehler und vergebene Torchancen - die junge Mannschaft war dem ernormen Druck in diesem Abstiegsspiel nicht gewachsen. Und dann das noch: Völklingen zieht nach dem Überraschungssieg beim Tabellendritten Groß-Bieberau am Team von Berthold Kreuser vorbei. Fünf Spieltage vor Saisonende ist Saarlouis jetzt Vorletzter. Die Chancen auf den Klassenerhalt schwinden dahin.

Die Niederlage schmerzt. Ärgerlich. Der TBS, der aktuell Rang fünf belegt, war zu schlagen. Pech nur, dass die Gastgeber an diesem Tag keine Punkte verschenken wollten. Die Mannschaft von Trainer Frank Künzer spielte von Beginn an auf Sieg. Wer auf eine Schützenhilfe unter saarländischen Handballfreunden gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. "Noch bleiben uns 5 Spiele, den Klassenverbleib zu sichern, machte HG Pressesprecher Bernd Mucha später auf Zweckoptimismus. Klar. Theoretisch ist noch alles drin. Landstuhl ist abgeschlagen. So viel ist sicher. Dann kommt Saarlouis mit 15 Punkten, zwei Punkte davor Völklingen mit 17 Punkten und davor Nieder-Olm auf dem rettenden 13. Platz mit insgesamt 18 Punkten. Maximal zehn Punkte sind in den verbleibenden Matches noch zu holen: In den drei Heimspielen sind Siege gegen Wallau (8.), Hassloch (10.) und Groß-Umstadt (12.) deshalb Pflicht.In den beiden Auswärtsbegegnungen beim Tabellenführer Obernburg und dem Vize Ober-Eschbach wird unter Normalbedingungen nichts zu holen sein. Sechs Punkte. Die könnten reichen. Gleichzeitig muss man jedoch immer auf die Ausrutscher der direkten Konkurrenten hoffen, deren Restprogramm ähnlich schwer ist. Für die zweite Riege der HG Saarlouis ist die Saison vorbei. Nach der 19:29-Niederlage im letzten Rundenspiel beim TuS Neunkirchen beendet die HGS II ihre Oberliga-Spielzeit 2000/2001 auf einem potentiellen Abstiegsplatz. Jetzt können Trainer Patrick Grabenstätter und Co nur noch hoffen. Wenn der Meister VTZ Saarpfalz aufsteigt, und danach sieht es aus, dann würde Saarlouis dieser 12. Platz reichen.

Wenn aber die HGS I aus der Regionalliga absteigt, dann ist der kleine Bruder gezwungen, das Feld zu räumen und in der Oberliga Platz für die 1. Mannschaft zu machen. So verlangen es die Richtlinien des Deutschen Handballbundes. Patrick Grabenstätter nach der guten Siegesserie in der Rückrunde: "Dann war sowieso alles umsonst."

(Bericht der Saarbrücker Zeitung im Saarlouiser Teil vom 17.4.2001)

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Völklingen konnte Titel im Volksbanken-Cup nicht verteidigen - Umstrittener Siebenmeter sorgte für 25:26 Endstand

So ist Sport: Erst dominieren die Völklinger Handballer gegen Saarlouis, es folgen dramatische Führungswechsel in den Schlussminuten, und schließlich geht das Spiel mit einem Tor Unterschied verloren.

Völklingen (eb). Handball-Regionalligist HSG Völklingen konnte seinen Titel im Pokal um den Volksbanken-Cup nicht verteidigen und unterlag der HG Saarlouis im Finale 25:26. Im vergangenen Jahr standen sich die diesjährigen Endspielteilnehmer auch gegenüber, damals hatten sich die Völklinger den Sieg geholt. Das Spiel der beiden Regionalligisten zog in der Warndthalle Ludweiler fast 500 Zuschauer an. Es war wie immer eine heiße Kiste, wenn sich Völklingen und Saarlouis gegenüber stehen. Das Siegtor für den Pokalsieger Saarlouis erzielte fünf Sekunden vor dem Abpfiff Jörg Kaiser mit Strafwurf. Die Unparteiischen waren die Schiris Bernhard Gill aus Merzig und Franz-Josef Collet von Überherrn.

Die Entscheidung mit dem Handzeichen auf den Siebenmeterpunkt gegen Völklingen, die kam von Gill, der war nämlich in der Situation der Torschiri. Die Enttäuschung über den Spielausgang war dem Völklinger Teamchef Uwe Kunkel buchstäblich ins Gesicht geschrieben. "Es ist bedauerlich, dass durch solch eine Entscheidung das Spiel entschieden wurde." Kunkel räumte aber auch ein, dass seine Mannschaft nicht so kompakt in der Abwehr gespielt habe, wie bei den jüngsten Punktspiel-Siegen. Zu der Entscheidung von Gill, sagte ein völlig neutraler Zuschauer von der Frauenmannschaft FSG Oberthal/Hirstein: "Jetzt hat er keine Ruhe gehabt, bis er auf Siebenmeter entschieden hat." Das Finale der Frauen im Vorspiel gewann übrigens der Oberligist Oberthal/Hirstein gegen die Regionalligamannschaft von TuS Neunkirchen 25:24.

"Herzlichen Glückwunsch Berthold", der Pressesprecher der HG Saarlouis Bernd Mucha drückte seinem Trainer Berthold Kreuser nach der Partie die Hand. Der Coach hatte anscheinend in der Halbzeit seinen Spielern regelrecht frischen Atem eingehaucht, die kamen nämlich mit neuem Mut aus der Kabine und waren hochmotiviert, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Kreuser nach dem Sieg: "Wir haben in der zweiten Hälfte aggressiver in der Deckung gespielt und zudem auch noch die doppelte Manndeckung gegen Marco Recktenwald und Dirk Mathis praktiziert, das war mit dafür ausschlaggebend, dass wir gewonnen haben." Völklingen lag beim Halbzeitpfiff 13:9 vorne und führte, durch zwei Treffer in Folge von Daniel Sinnwell, gleich nach Wiederbeginn sogar 15:10. So hatte ein Halbzeit-Kommentare von Hans-Fritz Rupprecht aus der Gruppe der HSG-Trommler noch gelautet: "Nach dem der Osterbraten verdaut war, hat unsere Mannschaft nach zehn Minuten das Spiel in den Griff bekommen." Und Dieter Scholer, einer der Schiris vom Frauenspiel, meinte, am Anfang habe noch Saarlouis das Spiel beherrscht, aber "dann war Völklingen besser". Es sah auch noch weiter ganz gut aus für die Völklinger den Pokal zu verteidigen. Mit seinem fünften Treffer baute Martin Rokay die Führung wieder auf 17:14 aus. Als dann aber Oliver Koch für Saarlouis am Kreis in der 41. Minute den 18:18-Ausgleich besorgte, da Stand das Spiel auf Messers Schneide. Keiner Mannschaft gelang mehr ein entscheidender Vorsprung. Mit einem Tor von Andreas Dörr war Saarlouis dann 24:22 vorne. Es war in den Schlussminuten kein Spiel für schwache Nerven. Rokay Siebenmeter 23:24, ein Sprint fast über das gesamte Feld und Dirk Hausknecht haute das Ding zum Ausgleich ins Netz und danach traf Rokay zur 25:24-Führung. Doch die Völklingen konnten im Städtekampf den Vorsprung nicht halten und mussten durch Peter Balke nochmals den Ausgleich hinnehmen. Dann kam dieses Ding von dem Unparteiischen Gill. Kaiser schnappte sich den Ball, gegen seinen Wurf hatte der Völklinger Keeper Patrick Lonsdorfer keine Abwehrchancen, der Sieg für Saarlouis war perfekt.

Der Pokalgewinner bekam von der Volksbank 600 Mark, Völklingen durfte sich über 400 Mark freuen. Eine faustdicke Überraschung war der Pokalsieg der Frauen von Oberthal/Hirstein gegen Neunkirchen. Der Regionalligist Neunkirchen lag nämlich zur Pause schon deutlich 14:8 vorne. Die Schiris in der Begegnung hießen Karlheinz Junkes und Dieter Scholer von der HSG Völklingen.

(Bericht in der Saarbrücker Zeitung, Völklinger Teil, vom 18.4.2001)

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HSG kämpft gegen den Abstieg: am Freitag auswärts gegen den TBS Saarbrücken, am Samstag zu Hause gegen Landstuhl

Völklingen (eb). Die Pokalniederlage gegen Saarlouis ist abgehakt, Handball-Regionalligist HSG Völklingen schaut nur nach vorne bei den Punktspielen. Schließlich müssen noch Zähler für den Klassenerhalt eingefahren werden. Am Samstag kommt um 19.30 Uhr der TuS Landstuhl in die Hermann-Neuberger-Halle. Und gegen den Tabellenletzten und schon sicheren Absteiger müssen die Punkte in Völklingen bleiben, alles andere zählt nicht. Aber vorsichtig, zu unterschätzen sind die Pfälzer nicht.

Beim Spiel in Saarlouis holte Landstuhl kürzlich ein Remis, und ein Absteiger kann ohne Zwang aufspielen. Ein Wiedersehen gibt es im Pfälzer Team mit Alexander Wesely, der zuvor sechs Jahre in der Völklinger Regionalligamannschaft spielte. Im Tor bei den Einheimischen wird wieder Patrick Lonsdorfer stehen, der eine sehr gute Form mitbringt. Beim Sieg in Groß-Bieberau hat der Schlussmann drei Strafwürfe gehalten und war somit ein Garant für den 24:22-Sieg. Wie schätzt Lonsdorfer die Lage bei der HSG ein? "Ich bin in jedem Fall optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Für das Ziel müssen wir zwei Zähler gegen Landstuhl holen. Ich denke, das schaffen wir." Nicht dabei ist bei den Gästen Rückraumspieler Dirk Alles, der immer dann Höchstform mitbringt, wenn es gegen Völklingen geht.

Alles bekam im Spiel gegen Saarlouis die rote Karte und ist damit auch noch für die Begegnung gegen Völklingen gesperrt. Mit dem Aufwind der Mannschaft ist auch wieder frischer Mut bei den Fans eingekehrt. Gegen Landstuhl werden sicherlich wieder mehr Handballanhänger kommen, um ihrer Mannschaft den Rücken zu stärken.

Bereits am Freitag, 27. April, 20 Uhr, steigt in der Saarbrücker Bruchwiesenhalle das Derby TBS Saarbrücken - Völklingen. Die Vorausschau von Lonsdorfer für das Spiel: "Das wird schwer für uns, aber unmöglich ist nichts, wir haben ja das Spiel bei uns auch 23:21 gewonnen. Nur über eines müssen wir uns klar sein: Schützenhilfe wird es vom TBS nicht geben."

(Auszug aus dem Völklinger Teil der Saarbrücker Zeitung)

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TuS Landstuhl meldet doch nicht ab und spielt mit seiner Mannschaft nächste Saison in der Oberliga

"Fakt ist aber, dass wir nichts mehr zahlen, von der Übungsleiterpauschale für den Trainer abgesehen, es gibt keine Verträge und keine Gehälter. Wer spielt, macht es aus Spaß am Handball!" erklärte der 1. Vorsitzende J. Pfletschinger gegenüber der Rheinpfalz-Online. Trainer wird zu 90 % Mirco Pesic, der jetzige Co-Trainer. Hartwig Rheinhardt steht für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung. Auch Dirk Alles verläßt den Verein. Torhüter Thomas Becker sei auch nicht mehr zu halten, dennoch kann Landstuhl eine Oberligamannschaft auf die Beine stellen, die nicht gegen den Abstieg spielen wird.

Pfletschinger will nächste Woche auch die Öffentlichkeit informieren, über den Ausgang der Gespräche mit dem Finanzamt, die Zukunft des Sportgeländes Pick und eine wohl anstehende außerordentliche Jahreshauptversammlung. Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist gefährdet, da der TuS Landstuhl wahrscheinlich sein Sportgelände verkaufen muss, um Verbindlichkeiten von über 360.000,-- DM erfüllen zu können.

Bericht Frank Sold

Neuverpflichtungen bei der SG Waldfischbach:

Als Neuverpflichtungen für die kommende Saison steht neben Jens Rheinhardt nun auch Michael Zeimet vom TuS Landstuhl fest.

Weiterer Neu-Waldfischbacher ist der 22-jährige Jochen Grill, der letzte Woche im Probetraining einen überzeugenden Eindruck hinterlassen hat und letzten Samstag für zwei Jahre bei der SGW unterschrieben hat. Noch nicht geklärt ist, wohin der sportliche Weg von Youri Karpouk führt. Zumindest wohl nicht nach Meran. "Die haben zwischenzeitlich, weil nicht klar war, ob ich in Waldfischbach bleibe, einen anderen Spieler geholt", informierte Karpouk.

Bericht Frank Sold

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Völklingen. Eine dicke Überraschung gab es kurz vor dem vorerst letzten Regionalliga-Spiel der Völklinger Handballer: Spielführer und Trainer Dirk Mathis wechselt nach Saarlouis.

Saarlouis: Der Mannschaftskapitän der HG Saarlouis, Jörg Kaiser, bestritt gegen Groß-Umstadt das letzte Spiel seiner 16-jährigen Regionalliga-Karriere als Spieler. Er wird nun Co-Trainer bei den Saarlouisern.

Zweibrücken: Die Handballer der VTZ Saarpfalz schließen die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest als Dritte ab. Gestern gewannen sie mit mäßiger Leistung 20:19 (9:6) beim Rheinhessen-Meister HSG Rhein-Nahe, der in den vier Spielen ohne Sieg blieb.

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Bericht aus der Saarbrücker Zeitung, Ausgabe Saarlouis vom 10.5.2001:

HGS: Hochspannung vor dem Abstiegs-Duell

Saarlouis (ros). Saarlouis oder Groß-Umstadt - wer bleibt drin in der Regionalliga? Vor dem entscheidenden Duell am Samstag herrscht Spannung pur! Und die saarländischen Handball-Fans haben sich diesen Termin schon längst dick und rot im Kalender angestrichen: 12. Mai, 19.15 Uhr - "Showdown" in der Saarlouiser Stadtgartenhalle. Im Abstiegs-Endspiel zwischen der HG Saarlouis und dem TV Groß-Umstadt wird eine Kulisse wie zu guten, alten saarländischen Bundesliga-Zeiten erwartet.

Vor dem großen Finale um den Klassenverbleib geht es im Training der Kreisstädter hochkonzentriert zur Sache. "Man merkt uns allen an, dass da am Wochenende ein ganz besonderes Spiel stattfindet", beschreibt Mannschaftskapitän Jörg Kaiser die angespannte Stimmung im Team. Von Angst aber keine Spur. Man ist optimistisch. Die Ausgangssituation spricht schließlich für Saarlouis: Zwei Punkte Vorsprung und das Heimrecht vor erwarteter Riesenkulisse. Ein Remis würde den Gastgebern also schon reichen. Aber darauf spekulieren will in der Mannschaft von Trainer Berthold Kreuser keiner. Jörg Kaiser: "Wir werden voll auf Sieg spielen müssen, Rechenspiele sind in solchen Situationen sehr gefährlich und völlig unangebracht."

Gingen die Gäste aus Groß-Umstadt dennoch als Sieger vom Platz, hieße es für die HG Saarlouis der Regionalliga Adieu zu sagen. Das schlechtere Torverhältnis wäre dann ausschlaggebend. Jörg Kaisers Bitte an die Fans: "Trommeln, Pauken, Trompeten - alles mitbringen, was irgendwie Krach macht!"

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Aus der Saarbrücker Zeitung, Ausgabe Saarlouis: 

Thomes Abschied, Kreusers Wunder

Handball-Regionalligist HG Saarlouis kann auf eine turbulente Saison zurückblicken - Fantastischer Schluss-Spurt

Am letzten Spieltag hat die HG Saarlouis den Verbleib in der Regionalliga Südwest geschafft. Eine Saison mit Höhen, vielen Tiefen und einem versöhnlichen Ende.

Saarlouis. Was für eine Saison! Die Fans des Handball-Regionalligisten HG Saarlouis zittern vermutlich immer noch. So nervenaufreibend war die Saison 2000/2001. Nach dem Weggang von Frank Zeimet, Pjotr Klucznik und Uwe Therres verpflichtete der Klub mit Sven Ehrich, Benjamin Buss und Frank Seyfried drei junge Spieler. Und senkte das Durchschnittsalter auf etwa 23 Jahre. Keine leichte Aufgabe für Trainer Manfred Thome, ein schlagkräftiges Team für die Regionalliga aufzubauen. Gleich in den beiden ersten Spielen zeigte sich, dass die junge HGS-Mannschaft die geringe Erfahrung nur schwer kompensieren kann. Im Auftaktspiel gegen Hüttenberg führte Saarlouis mit 6:4, verlor die Partie jedoch mit 23:30. Ein kollektiver Blackout in der zweiten Halbzeit! Kaum anders verlief das zweite Saisonspiel gegen Gelnhausen. 10:7-Pausenführung. 17:26-Niederlage. Nach dem 32:24-Sieg am dritten Spieltag gegen Nieder-Olm ging die Leistungskurve wieder nach oben. Zwar folgte nach dem ersten Erfolg in der Regionalliga dann eine unglückliche 24:25-Niederlage in Münster, doch auf Platz zwölf lag die HGS wieder gut im Rennen. Das 30:30 in Waldfischbach: "Wir haben einen Punkt verloren. Das Ding mussten wir einfach gewinnen", gestand der enttäuschte Coach Manfred Thome ein. Die HG Saarlouis schickte an diesem fünften Spieltag die taktisch bessere Mannschaft aufs Hallenparkett. Nur eine Woche später. "Diesen verschenkten Punkten werden wir später vielleicht noch nachtrauern", kommentierte ein Fan die 25:26-Schlappe gegen Budenheim. Das Prestigeduell. Augenblicke nach dem Schlusspfiff im Lokalderby zwischen Völklingen und der HG Saarlouis musste Jörg Kaiser in der Hermann-Neuberger-Halle um seine heilen Knochen fürchten. Nach seinem Siebenmeter in letzter Sekunde zum 25:25 drohte der HGS-Kapitän, von seinen Teamkollegen vor Freude erdrückt zu werden. Dann kam die große Flaute. Von Mitte Oktober bis Mitte Januar holte die HGS kein einziges Pünktchen mehr. Mit der knappen 25:27-Schlappe gegen Groß-Bieberau startete die Niederlagenserie. Die alten Fehler stellten sich wieder ein. Gut gespielt und am Ende doch verloren, weil die Abgeklärtheit einfach fehlte. Zum Beispiel in den Partien gegen Landstuhl (20:23) und den TBS Saarbrücken (25:28). Saarlouis rutschte auf den letzten Platz. Der Lichtblick. Rote Laterne abgegeben! Mit dem 22:19-Sieg beim Tabellenneunten Groß-Umstadt meldete sich das Team eindrucksvoll aus der Winterpause zurück. Nach den Siegen gegen Gelnhausen und Nieder-Olm ereilte die HGS ein großer Schock. Trainer Manfred Thome trat aus persönlichen Gründen zurück. Hektische Trainersuche. "Am Abend des 11. Februars bekam ich die Nachricht", erinnert sich Berthold Kreuser an seine Turbo-Übernahme zurück. Drei Trainingseinheiten, dann der Sieg gegen Münster. Kreuser: "Ein gelungener Einstand. Mein Dank gilt Manne Thome, der mir sein Video- und Schriftmaterial zur Verfügung gestellt hatte." Es folgten Niederlagen gegen Waldfischbach und Budenheim. Aber mit dem 23:22-Heimsieg gegen Völklingen sicherte sich das Kreuser-Team zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Der 28:20-Dämpfer in Groß-Bieberau, der Punktverlust im Heimspiel gegen Schlusslicht Landstuhl und dann das: "Nach der 22:25-Niederlage beim TBS hatten uns viele abgeschrieben und geglaubt, dass wir die Klasse nicht mehr halten würden", so Kreuser. Dazu die Hiobsbotschaft: Völklingen zieht nach dem Überraschungssieg gegen Groß-Bieberau in der Tabelle vorbei. Saarlouis war jetzt also Vorletzter. Die Chancen auf den Klassenverbleib schwanden. "Wir packen es trotzdem", appellierte Kreuser - aber fünf Spieltag vor Saisonende lief dem Klub die Zeit davon. Nur Siege helfen. Eine Schlappe gegen Meister Obernburg war ohnehin eingeplant, beim 21:29 war die HGS chancenlos. Doch aufgegeben hatte sie sich nicht. 22:21 gegen Haßloch, 19:18 gegen Wallau-Massenheim II, 24:22 gegen Ober-Eschbach und 21:15 gegen Groß-Umstadt. Die HG Saarlouis war wieder am Leben. Berthold Kreuser erinnert sich an die letzten Spielminuten im "Abstiegs-Finale" gegen Groß-Umstadt: "Auf einmal stand die ganze Halle. Ein tolles Bild, das ich so schnell nicht vergessen werde. Ich muss diesem fantastischen Publikum danken." ROLAND SCHMIDT

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Spielbericht des Spiels HG Saarlouis gegen Groß-Umstadt aus der Saarbrücker Zeitung vom 15.5.2001

Die Leiden haben endlich ein Ende

Die HG Saarlouis spielt auch kommende Saison in der Handball-Regionalliga - 21:15-Sieg im "Endspiel" gegen Groß-Umstadt

Wer hätte vor ein paar Wochen damit gerechnet? Die HG Saarlouis hat mit einem tollen Schluss-Spurt den Verbleib in der Handball-Regionalliga gesichert. Zum Abschluss siegte sie 21:15 gegen Groß-Umstadt.

- Von ROLAND SCHMIDT -

Saarlouis. "21:16" steht auf dem zerknüllten Zettel, den Berthold Kreuser nach dem 21:15-Erfolg der HG Saarlouis über Groß-Umstadt aus der Tasche zieht. "Es wird mir wahrscheinlich keiner glauben. Als ich das Ergebnis vor dem Match auf das Blatt gekritzelt habe, war mein Hund der einzige Zeuge", lacht der Trainer der HGS. Guter Tipp, nur knapp daneben. Egal. Ein Tor mehr oder weniger. Wen kümmert das? Für die Mannschaft und die 900 Fans in der Saarlouiser Stadtgartenhalle war an diesem Abend nur eines wichtig. Die HGS hat die Klasse gehalten und geht auch in der Saison 2001/2002 in der Regionalliga Südwest an den Start.

"Was ich in den letzten drei Monaten mit dieser Mannschaft gelitten habe, das geht auf keine Kuhhaut", schüttelt ein erleichterter HGS-Fan nach dem Abstiegsfinale den Kopf. Vielleicht wollten die Saarlouiser die stark angegriffenen Nerven ihrer Anhänger zum Saisonabschluss ausnahmsweise etwas schonen. Im zweiten Spielabschnitt machte die Heimmannschaft jedenfalls schon sehr früh alles klar. Nach der 8:6-Pausenführung: Die HGS beginnt die zweite Spielhälfte in Überzahl. Peter Balke setzt ein frühes Zeichen. Seine erfolgreiche Mann-gegen-Mann-Aktion und der anschließende Hammer, knapp am Scheitel von Gäste-Keeper Christian Büttner vorbei, machen deutlich: "Wir wollen diesen Sieg!" Nur fünf Minuten später: Andy Dörr markiert den Treffer zum 12:8. Im Gegenzug scheitert Groß-Umstadts Jugoslawe Damir Habijanec frei vor dem Tor an Sven Ehrich. Stürmische Szenen vor der Auszeit in der 36. Minute. In der kurzen Unterbrechung ist es mit einem Schlag totenstill in der proppevollen Halle. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Nach dem Ende der Auszeit bricht der Orkan wieder los. Die Gastgeber brausen in die Offensive und wirbeln die Hessen durcheinander. Nach dem Kreistor von Oliver Koch (17:10/47. Minute) ist das Spiel gelaufen. Zehn Minuten kein Torerfolg - Groß-Umstadt hat sich aufgegeben. "Trotzdem hatte ich Angst, dass die Hessen durch eine offene Deckung doch noch herankommen könnten. Erst nach dem 20:13 durch Jörg Kaiser war ich mir sicher", kommen Peter Balke später wieder die vielen unglücklichen Niederlagen der vergangenen Wochen und Monate in den Sinn.

Gerhard Kattla beendet seine Karriere mit einem gehaltenen Tempo-Gegenstoß und einer an Abgebrühtheit kaum zu überbietenden Aktion. Beim Fernwurf von Torhüter Fabian Rühl (58.) dreht sich der Routinier gelangweilt weg. Als ob er es geahnt hätte, knallt der Ball an die Querlatte. Die Halle tobt. "Oh wie ist das schön", kommt es von den Rängen, als Christoph Lay das letzte Saarlouiser Tor zum 21:14 wirft. Eine unwichtige Ergebnis-Korrektur von Damir Habijanec und das Match ist aus. Die Stadtgartenhalle versinkt im Freudentaumel. 13:11 Punkte kann Berthold Kreuser nach zwölf Spielen auf seinem Konto verbuchen. Keine schlechte Bilanz! Die beiden letzten Zähler im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten waren die Wichtigsten. Der ominöse Zettel mit dem fast korrekten Endergebnis bekommt an der Pinnwand des Saarlouiser Trainers einen Ehrenplatz.

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