TBS Saarbrücken

Handballabteilung

Handball-Saarlandliga: 28:21-Derbysieg gegen HC Fischbach – Spitzenreiter HSG DJK Nordsaar patzt

Der TBS Saarbrücken hat nicht nur den HC Fischbach am Samstag mit 28:21 besiegt, sondern auch die Tabellenspitze der Saarlandliga erobert. Beim Saison-Finale am kommenden Samstag tritt der TBS bei Nordsaar an.

Saarbrücken. Die Meisterschaft in der Handball-Saarlandliga und der Aufstieg in die RPS-Oberliga sind für den Turnerbund St. Johann greifbar nah. Im vorletzten Saisonspiel besiegte der TBS Saarbrücken den HC Fischbach deutlich mit 28:21 (13:11) und eroberte die Tabellenspitze, da der zuvor punktgleiche Spitzenreiter HSG DJK Nordsaar gegen den TV Birkenfeld/Nohfelden überraschend nur unentschieden spielte (28:28). Wer den Titel gewinnt, entscheidet sich nun am kommenden Samstag im direkten Duell der beiden Liga-Führenden.

Die Leistung gegen Fischbach dürfte dem TBS Selbstvertrauen geben. Auch wenn er in den ersten 20 Minuten wie gelähmt wirkte. Man merkte den Saarbrückern den Druck an, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu müssen. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass wir mit den Gedanken nicht manchmal schon beim kommenden Wochenende gegen Nordsaar waren“, sagte Flügelspieler Christian Seiler, der mit sieben Toren bester Schütze an diesem Abend war.

Kurz vor der Halbzeit setzte sich der Gastgeber zum ersten Mal leicht ab. Immer wieder war es Denis Beljan, der aus dem Rückraum erfolgreich war. Doch die Gäste konnten immer wieder antworten. Christian Czernickiewitz und Michael Zeimet hielten die Fischbacher im Spiel. Zudem scheiterte der TBS häufig am glänzend aufgelegten Fischbacher Torhüter Michael Engel.

TBS-Spieler Denis Beljan (Zweiter von rechts, hier bedrängt vom Fischbacher Torben Helfgen) setzte beim Derby-Sieg immer wieder Akzente aus dem Rückraum. Foto: Horst Klos

„Wir sind in der ersten Hälfte zu wenig gelaufen. Das muss nächste Woche natürlich besser werden“, blickte TBS-Trainer Marcus Simowski voraus. Der Fischbacher Trainer Marco Recktenwald war hingegen zufrieden mit der Leistung in Halbzeit eins. „Ich habe mich gewundert, dass wir überhaupt so lange mithalten konnten. Unsere Trainingsbedingungen sind im Moment mehr als schwierig. Klar, dass es konditionell dann Probleme gibt.“ Anfang der zweiten Hälfte bäumte sich der Gast noch einmal auf und schaffte den Ausgleich. Doch die wachsende Laufbereitschaft des TBS und die nachlassende Kondition der Fischbacher führten dann doch zu einem Sieben-Tore Sieg.

Nachdem der 28:21-Erfolg feststand, machte in der Halle schnell der Punktverlust der HSG DJK Nordsaar die Runde. „Damit reicht uns ein Unentschieden am kommenden Wochenende“, freute sich Marcus Simowski: „Aber wer Ahnung von Handball hat, der weiß, dass wir nicht auf dieses Unentschieden spielen können. Im Grunde hat sich an der Ausgangsituation nicht viel verändert“, meinte der Trainer. Christian Seiler gab sich ebenfalls kämpferisch: „Wir sind im Moment einfach besser drauf, haben jetzt elf Spiele am Stück nicht verloren und haben gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.“ fess

aus der SZ vom 9. Mai 2011


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