TBS Saarbrücken

Handballabteilung

Das neue Gesicht des TBS

Jul-10-2011 By Voha

Ex-Bundesligaspieler Piller will Saarlandligist seinen Stempel aufdrücken

Nachdem Marcus Simowski den TBS Saarbrücken verlassen hat, übernimmt Christian Piller dessen Amt als Trainer. Der Aufstieg, den der TBS in der abgelaufenen Saison knapp verpasst hat, ist erstmal kein Thema.

Von SZ-Redaktionsmitglied Christina John

Der TV Merchweiler ist Vergangenheit: Christian Piller trainiert jetzt den TBS Saarbrücken.

Es waren zwei schwierige Jahre, die Christian Piller beim TV Merchweiler verbrachte. „Zwei schöne Jahre“, sagt er, „aber sie waren nicht leicht.“ Vor zwei Jahren übernahm er das Traineramt beim damaligen Handball-Saarlandligisten, half gemeinsam mit dem sportlichen Leiter Thomas Grewen erst selbst noch aktiv aus, da einige Spieler den Verein verlassen hatten. Was in seinem ersten Jahr noch gelang, konnte der 43-Jährige in der abgelaufenen Saison aber nicht mehr verhindern: Die neuen Spieler konnten berufsbedingt nicht die Anforderungen erfüllen – der TV Merchweiler stieg aus der Saarlandliga ab. „Dann hatten wir jetzt vier Abgänge von den besten Sieben. Und da habe ich gemerkt, dass ich nichts mehr bewirken kann. Meine Ansprüche waren einfach höher“, gesteht Piller.

TBS-Trainer Christian Piller „Es geht mir darum, Spaß zu haben und der Mannschaft meinen Stempel aufzudrücken.“

Die Anfrage des ehemaligen TBS-Trainers Marcus Simowski kam da gerade richtig. „Ich hatte eigentlich schon damit gerechnet, ein Jahr lang gar nichts zu machen“, erzählt der gebürtige Münchner: „Aber Marcus Simowski ist ein enger Freund von mir. Er hat mitbekommen, dass ich in Merchweiler abgesagt habe, und mich vor etwa zwei Wochen gefragt, ob ich den TBS übernehmen möchte.“ Ein Angebot, das Christian Piller nicht ablehnen konnte und wollte – für den in Niederwürzbach wohnenden Handballtrainer bedeutet der TBS ein Verein in der Nähe, eine Mannschaft mit großen Ambitionen, eine Truppe mit viel Potenzial. „So ein Angebot kriegt man sonst nicht direkt“, freut sich der ehemalige Bundesliga-Handballer (unter anderem TV Niederwürzbach, TV Altenkessel, TuS Nettelstedt).

Einen Vertrag hat er noch nicht, „immerhin ging alles relativ schnell“, meint er, „ein Vertrag ist aber auch nicht so wichtig. Es geht mir erst mal darum, Spaß zu haben und der Mannschaft meinen Stempel aufzudrücken“. Am vergangenen Montag hatte Piller seine erste Trainingseinheit mit dem TBS Saarbrücken. Die Mannschaft verlassen haben berufsbedingt nur Marc Gladel und Denis Beljan. Rückraumspieler Philip Forster, Torhüter Rüdiger Lydorf (beide SGH St. Ingbert) und Rückraumschütze Andreas Nonnweiler (SV 64 Zweibrücken) sind zu der Mannschaft gestoßen. Und dieses Team will Christian Piller jetzt nach seinen Ideen formen. „Die meisten Mannschaften versuchen, möglichst viele Spielzüge zu trainieren. Aber die laufen nur alibi- mäßig ab. Da fehlen oft das Timing und die Abstimmung. Ich will die Anzahl der Spielzüge ein bisschen runterschrauben und dafür präzisieren“, sagt der neue TBS-Trainer.

Der Aufstieg in die RPS-Oberliga hat für Piller übrigens keine Priorität. „Unter die ersten Drei kommen“, gibt er bescheiden als Ziel aus, „ich bin immerhin erst in meinem ersten Jahr hier“. Den Oberliga- Absteiger HSG Völklingen will er „ärgern”. Der TV Homburg wird sicherlich auch wieder oben mitspielen“, vermutet er. Und sein persönliches Ziel: Ein Jahr mit Spaß den TBS Saarbrücken leiten – in einem schönen Jahr, das vielleicht nicht so schwierig wird wie die vergangenen beiden Spielzeiten.

(Saarbrücker Zeitung vom 8.7.11)

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